Gemeinde Gündringen

Chronik der Gemeinde Gündringen

 

Im Lorscher Codex schenkt ein Freier Giselfrit um 820 an das Kloster Lorsch den vierten Teil der Kirche, 30 Joch Ackerland und eine Wiese mit 20 Fuder Heu. Er ist der erste bekannte Ortsherr.

 

1087 ist es ein Freier namens Buobo im Schenkungsbuch des Klosters Reichenbach. Einige Jahrzehnte später erscheinen der Freier Adolo und seine Ehefrau Gascha als Stifter.


1088 Am 25. Januar übergibt Ritter Alberich im Auftrag des Burkhard von Kürnberg (im Breisgau) die Güter des Dienstmanns Burkhard in Schietingen und Gündringen an das Kloster Reichenbach im Murgtal. Landesherr ist damals Graf Heinrich von Tübingen.

 

1247 Mechthlid, die Tochter Tudolfs II. von Tübingen, heiratet Burkhard III. von Hohenberg. Als Heiratsgut erhält sie den alten Nagoldgau. Das Gebiet um Nagold wird hohenbergisch.


1283 werden die Kechler von Schwandorf schriftlich erwähnt. Sie und ihre Nachkommen haben 500 Jahre lang das Rittergut Dürrenhardt und das Dorf Gündringen in Eigenbesitz und sind als freie Reichsritter nur dem Kaiser untertan. Von ihren Nachkommen erwirbt der Freiherr von Münch 1790 den Hof und das Dorf Gündringen.


1805 muss er das Dorf mit allen Rechten an Württemberg abtreten.

 

Ortsgeschichte


820 Karl Kempf hat die urkundliche Erwähnung aus dem Lorscher Codex 1987 an OV Anton Kiefer übermittelt.
"Ein gewisser Giselfrit schenkt an das Kloster zwei Leibeigene, den vierten Teil der dortigen Kirche, 30 Joch Ackerland und eine Wiese mit 20 Fuder Heu Ertrag im Nagoldgau im Dorf Gündringen ("in pago Naglachgouue in uilla Gundirichinga").
In dieser Urkunde wird auch die Kirche erwähnt. Es war wahrscheinlich eine Eigenkirche des Ortsherrn und stand wahrscheinlich an den selben Platz auf dem Bergsporn wie heute.
Der Historiker Hans Peter Köpf, den Professor Decker-Hauff als "blitzgescheiten Spezialisten bei schwierigen Datierung" bezeichnet hat, kommt nach eingehenden Untersuchung und Abwägung aller Möglichkeiten auf das Jahr 820.


1087 Zum zweiten Mal wird Gündringen im Schenkungsbuch des Klosters Reichenbach im Schwarzwald erwähnt. Ein Adeliger (Buobo) schenkte dem Kloster seinen Besitz "in uilla Gunderichingen".
Im gleichen Buch des gleichen Klosters wird Gündringen im Jahr 1088 ein Jahr später wieder erwähnt.

 

1088 Am 25. Januar übergibt Ritter Alberich im Auftrag des Burkhard von Kürnberg (im Breisgau) die Güter des Dienstmanns Burkhard in Schietingen und Gündringen an das Kloster Reichenbach im Murgtal. Landesherr ist damals Graf Heinrich von Tübingen.

 

1247 Mechthild, die Tochter Rudolfs II. von Tübingen, heiratet Burkhard III. von Hohenberg. Als Heiratsgut erhält sie den alten Nagoldgau. Das Gebiet um Nagold wird hohenbergisch.


1283 Die "Kechler von Schwandorf" wurden zum ersten Mal als "Kächeller" erwähnt und waren zu Beginn des 14. Jahrhunderts im Besitz von Unterschwandorf, Gündringen und Tahlheim. Gündringen war ihr reichsunmittelbarer Besitz.

 

1441 Den Kirchenzehnten in Gündringen erwirbt am 23. März 1441 die Johanniter-Kommende Rohrdorf von Heinrich von Weitingen gegen die Anerkennung des Wiederlosungsrechts der Kechler von Schwandorf. Diese Pfründe und den "Pfarrsatz" behielt die Johanniter-Kommende bis 1809. Die Gündringer Ortsherrn Kechler:

 

Kechler, Hans Kaspar I., Sitz in Unterschwandorf
Kechler, Hans Kaspar II. , geb. 1513, gestorben 11.7.1576, in Gündringen beerdigt
Kechler, Hans Kaspar III., geb. 1564, gestorben 26.3.1635 Dürrenhardt
Kechler, Hans Melchior, geb. 1592, gestorben 1661 Dürrenhardt
Kechler, Hans Franz, geb. 1653, gestorben 1681.

 

1559 Unter Hans Kaspar Kechler erfolgte die Reformation in Gündringen


1639 Gündringen wird rekatholiziert


1644 Nur noch vier oder fünf katholische und vier evangelische Familien sind in Gündringen ansässig


1648 Am Ende des 30-jährigen Krieges war das Dorf ziemlich entvölkert

 

1666 Gündringen verliert seine kirchliche Selbständigkeit, um sie 1734 wieder zu gewinnen.

 

1790 Gündringen wird an den Freiherrn von Münsch, einen sehr wohlhabenden Edelmann, verkauft. Ihm gehörten schon Hohenmühringen, Egelstal und Dommelsberg.

 

1805 Gündringen kommt unter Kurfürst Friedrich zu Württemberg.

 

1806 Bei der Neueinteilung der Oberämter kommt Gündringen zum Oberamt Horb, die drei Steinach aufwärts gelegenen Nachbarorte Schietingen, Ober- und Untertalheim zum Oberamt Nagold

 

1817 Erste Erwähnung der Papiermühle 

 

1822 Die Gemeinden erhielten eine Selbständigkeit

 

1823 Bau des Schul- und Rathauses (Heute das sogenannte Alte Schulhaus)

 

1824 Erste Erwähnung der Sägemühle

 

1829 Ab diesem Jahr wird in Gündringen Gips abgebaut. Die Gipsmühle brannte 1926 ab und wurde nicht wieder aufgebaut.

 

1847 Beginn der Auswandererwelle nach Amerika. Schwere Untwetterkatastrophe durch einen Wolkenbruch und Hagelschauer

 

1872 Bau der Eisenbahn von Nagold nach Horb. Die Strecke wurde am 1.6. eingeweiht

 

1891 Grundsteinlegung für die Ölbergkapelle. Am 8.6. war die Einweihung.

 

1905 Am 30.6. war die Gründungsversammlung der Gäuwasserversorgung in Eutingen. 19 Gemeinden (auch Gündringen und Schietingen) traten dem Verband sofort bei.

 

1906 wurden in Gündringen die Wasserleitungen verlegt. 

 

1913 Einrichtung der elektrischen Stromversorgung durch die Firma Wohlbold, Nagold

 

1910 Friedrich Nisch gründet sein Zimmergeschäft 

 

1932 Unwetterkatastrophe mit großem Hochwasser im Kranich und in der Schmalzgasse (Unterm Ölberg)

 

1946 Hans Lohrer macht sich selbständig und meldet einen Fuhrbetrieb an. 1958 wurde der erste Hydraulikbagger gekauft und damit der Grundstein für das Tiefbauunternehmen Lohrer gelegt.

 

1956 Der erste Bauabschnitt der Ortskanalisation wurde vergeben. Die Ortskanalisation wurde bis zur Eingemeindung im Jahre 1971 weiter ausgebaut.

 

1960 Am 22.10. konnte das neue Schulhaus (Schietinger Straße) eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

 

1961 In der Silvesternacht brennt die Rathausscheuer und Farrenstall. Sämtliche Wohnungen im Nachbargebäude mussten geräumt werden. 

 

1964 Genehmigung für den Kirchenneubau durch Bischof Carl Josef Leiprecht.

 

1965 Abbruch der Kirche mit Pfarrrhaus und Scheuer

 

1967 Weihbischof Wilhelm Sedelmeier weiht am 1.10. die neue Remigiuskirche.

 

1971 Eingemeindung nach Nagold. Damit gab die Gemeinde ihre Selbständigkeit auf. Der letzte Gemeindepfleger Adolf Wolf wurde von Bürgermeister Heribert Carl und Bürgermeister Eugen Breitling (Nagold) verabschiedet.

 

1975 Ortsvorsteher Heribert Carl wird von Bürgermeister Dr. Schultis verabschiedet. Heribert Carl war vom 1.3.1950 bis zur Eingemeindung am 30.11.1971 Bürgermeister und bis zum 31.5.1975 Ortsvorsteher von Gündringen. 

 

1976 Einweihung des Kindergarten, Neuordnung der Grundschulen in den Stadtteilen Gündringen, Hochdorf, Schietingen und Vollmaringen.

 

1978 Verlegung der Wasserleitung zum Aussiedlerhof Mock und zum Sportplatzgelände. Antrag auf Aufstellung eines Dorfentwicklungsplanes.

 

1980 Erschließung des Baugebiets "Mühlwiesen I".
Gründung vom Hallen-Förderverein Gündringen-Schietingen

 

1981 Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts der Alemannenstraße wird der Brunnen (Lindenbrunnen) gegenüber der Rathaus Geschäftsstelle mit einem Dorffest eingeweiht.

 

1986 Fertigstellung des Erweiterungsbaus beim Kindergarten

 

1990 Einrichtung eines Archivs. Dekan Worrings weiht das neue Remigiushaus.

 

1991 Der 100. Geburtstag der Ölbergkapelle wird mit einem dreitägigem Fest gefeiert. Ausbau der Räumlichkeiten für die Feuerwehr

 

1992 Der Ausbau des Brennthaldenweg wird mit einem kleinen Dorffest gefeiert 1994 Herausgabe eines Heimatbuches mit dem Titel "Gündringen, Ein Dorf im Steinachtal

 

1998 Am 25.04. konnte die Halle Gündringen-Schietingen eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben werden.

 

2002 Einweihung nach Ausbau der B 463. Begrüßungselemente werden an den Ortseingängen errichtet.

 

2003 Verabschiedung des Ortsvorstehers Anton Kiefer. Er war 7 Jahre im Ortschaftsrat und 28 Jahre Ortsvorsteher. Nachfolger wird zum 01.09. Jürgen Straub.
Im UG vom Rathaus wird ein öffentlicher Backraum mit einem Einweihungsfest gefeiert

 

2004 Langjährige Mitglieder scheiden aus dem Ortschaftsrat aus: Ewald Brauer und Alfred Gall (34 Jahre) Otmar Wehrstein (24 Jahre).

Nach 13 Jahren seines Wirkens in Gündringen wird Dekan Walter Stöffelmaier verabschiedet. 

 

2005 Antragstellung auf Aufnahme in das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Updates

SV Gündringen 1922 e.V.

72202 Nagold

Telefon Vereinsbüro: 07459/2340

E-Mail: info@sv-guendringen.de

 

Sportgaststätte Gündringen

Reppeler 1 in 72202 Nagold

 

Inhaber: Alfred Rhein

Mobil: 0157/30387917

EMail: petra-rhein@hotmail.com

 

Öffnungszeiten:

 

Dienstag bis Freitag: ab 16 Uhr

Samstag und Sonntag: ab 11 Uhr

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